Take a look at the wine region Istria, housing both the tradition and the love of experimentation

The strong back of mountains on the one side, sparkling blue of the sea on the other, gentle hills, lush green, cute donkey, and vineyards in between. Our late summer worldwide wine tour leads us to the Croatian Istrian Peninsula, a real holiday paradise with its lonely bays, picturesque seaport townlets, romantic mountain villages and the home of several outstanding wineries. Vineyard estate Kabola from Momjan is one of them. The vines are cultivated with utmost care to let nature take its course in the cellar. Winemaker Marino Markezic has only to set the direction – a philosophy which is successful in producing kvevri wine since many years. We asked him how did he come to this production method, what does bio mean to the Croatian wine community and what’s the Istrian sparkling wine all about.Dorf-Istrien-April15 (Small)


Mr. Markežić, please tell us a little about the history of your winery. When did you and your family start to cultivate wine in Momjan und which varieties have you specialised on?
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Von alten Liebesgeschichten und neuen Leidenschaften….

Wo Tradition und Experimentierfreude gleichermaßen zuhause sind:           Ein Blick ins Weinland Istrien

Ferne, mächtige Bergrücken auf der einen Seite, das glitzernde Blau des Mittelmeers auf der anderen, und dazwischen: sanfte Hügel, sattes Grün, ein freundlicher Esel und…Weingärten. Wir begeben uns bei unserem spätsommerlichen Ausflug in die Weinländer der Welt auf die kroatische Halbinsel Istrien – ein Urlaubsparadies mit einsamen Buchten, pittoresken Hafenstädtchen und romantischen Bergdörfern. Und das Zuhause einiger herausragender Weinbaubetriebe.

Dorf-Istrien-April15 (Small)Kommt man mit affinen Urlaubern auf das Thema Wein zu sprechen, wissen viele, dass Kroatien und insbesondere Istrien eine wahre Schatzkammer ist. Aber auch, dass man oft ein wenig suchen muss, bis man „originale“ Erzeugnisse findet, in denen sich Klima, Boden und Rebencharakter wiederspiegeln.

Um das zu erklären, lohnt ein Ausflug in die Geschichte, denn Kroatien ist ein uraltes Weinland, dessen frühe Siedler, die Illyrer, die Rebe bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. kannten. Der Weinbau hielt dann mit den Griechen Einzug, die zunächst an der Adriaküste und auf den Inseln siedelten. Von den Römern wurde er kräftig gefördert und nach Ankunft der Kroaten in Dalmatien wurden Weinbau, Olivenanbau und Fischerei zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Durch die Reblauskatastrophe, politische Wirren und die Förderung von Großbetrieben nach Ende des zweiten Weltkrieges geriet die große Weinnation im späten 19. und 20. Jahrhundert in Vergessenheit. Erst nach Ende des Balkankrieges in den 1990er Jahren begannen ambitionierte Winzer, sich aus den alten Strukturen der staatlichen Weinwirtschaft zu befreien und qualitative, charakterstarke Weine zu produzieren.

Am Beispiel Istrien zeigt sich, wie erfolgreich einige Regionen mit diesem Unterfangen heute sind, denn die Weinszene auf der nördlichsten Halbinsel des Landes lebt. Man findet vor allem Traditionssorten, wie Mal­va­zija und Refošk, aber auch internationale Reben, wie die weißen Burgundersorten, Merlot oder Cabernet; die Kellertechniken sind modern, aber auch die Tradition wird vielerorts hochgehalten.

Ein Kuriosum: Istrien ist die einzige Region Kroatiens, in der Schaumwein produziert wird. Eine Tatsache, die der Legende nach auf eine Liebesgeschichte zurückgeht. So soll Napoleon, nachdem er Kroatien erobert hatte, einen verwundeten Soldaten in Istrien zurückgelassen haben, den eine junge Istrianerin bei sich aufnahm und gesund pflegte. Die beiden lebten fortan in einer glücklichen Liebesbeziehung und als Zeichen seiner Dankbarkeit enthüllte der Soldat seiner Frau das Geheimnis des Champagners, weshalb der Schaumwein auch heute noch in dieser Region zuhause ist.

Das Weingut Kabola in Momjan gehört zu den Erfolgsgeschichten Istriens. Hier wird nach ökologischen Richtlinien gearbeitet und ein großer Fokus liegt auf der Arbeit im Weinberg. Die Reben werden mit Sorgfalt gepflegt, damit die Natur im Keller ihren Lauf nehmen kann und Kellermeister Marino Markežić nur noch die Richtung vorgeben muss – eine Philosophie, die seit einigen Jahren in der Herstellung von Amphorenweinen eine weitere Steigerung erlebt. Wir haben ihn gefragt, wie es dazu kam, welche Bedeutung Bio für die Weinszene Kroatiens hat und was es mit dem istrischen Schaumwein auf sich hat.

Herr Markežić, erzählen Sie uns doch kurz etwas zur Geschichte Ihres Guts. Wann haben Sie und Ihre Familie begonnen in Momjan Wein an- und auszubauen und auf welche Rebsorten haben Sie sich spezialisiert?

MM: Die Weinhistorie der Familie Markežić geht auf das Jahr 1891 und den Momjaner Muscat zurück. Ich bin nun die dritte Generation, die in unserer Familie die Tradition des Weinbaus fortführt und habe die Marke Kabola geschaffen. Obwohl es noch ein paar Flaschen Momjaner Muscat aus dem Jahr 1891 in unserem Keller gibt, bezeichnen wir eher 1981 als das Gründungsjahr der Marke Kabola. Früher waren die Weine viel einfacher; die Produktion war nicht so anspruchsvoll wie heute.

Die Rebflächen liegen auf einem Hügel namens Štancija, nahe unserem Weingut in Kanedolo. Wir haben dort mergelreiche Lehmböden, was den Weinen eine besondere Charakteristik verleiht. Die Lage ist im Nordwesten der istrischen Halbinsel auf 275 Metern Seehöhe; der Blick erstreckt sich von den Dolomiten und den Alpen auf der einen Seite, bis zu grünen Landschaften und Meerespanorama auf der anderen. All das hat mich dazu ermutigt, die Tradition unserer Familie fortzuführen und Kabola zu einer bekannten Marke zu machen. Heute verfügen wir über 20 Hektar Rebfläche und produzieren 11 verschiedene Weine, vom Schaumwein bis zum Dessertwein. Der Malvazija macht 70 Prozent unserer Produktion aus und drei verschiedene Stile werden aus dieser heimischen Sorte gekeltert: fruchtig-frisch, gereift und Amphoren-Malvazija. Die Basis für unseren Schaumwein ist ebenfalls Malvazija. Zudem kommen zwei weitere autochthone Rebsorten zum Einsatz: Momjaner Muscat und Teran. Der im Eichenfass gereifte Rotwein wird aus Teran gemacht, ebenso wie der “Rosa“ und ein Amphoren-Rotwein, der noch  nicht auf dem Markt ist. Aus dem beliebten Muscat machen wir eine trockene Variante, den Secco, und einen Dessertwein, den Dolce.

Wenn man Ihre Website besucht, fällt sofort ins Auge, dass Sie mit Amphoren arbeiten. Wie sind Sie darauf gekommen? Gibt es für diese Weine einen Markt in Kroatien oder ist es eher eine Liebhaberei?

MM: Sowohl der Wein als auch die Amphore waren in Istrien schon immer präsent. Wir sind sehr stolz auf unsere Amphoren. Durch die verlängerte Fermentation und Zeit auf der Maische bis ins späte Frühjahr erlangt unser Malvazija eine völlig neue Dimension. Wir sind eines der wenigen Weingüter in Kroatien, die diese verlängerte Mazeration durchführen und glauben, dass der Malvazija so zu einem anspruchsvollen und komplexen Wein mit langem Nachhall und einem ganz anderen Geschmacksbild werden kann. Amphorenweine haben bis zu 7 Monate Schalenkontakt. Die Tongefäße in verschiedenen Größen sind im Freien platziert und unseren ersten Amphorenwein haben wir 2005 gemacht. Wir versuchen, nach bestem Wissen einen Wein zu bereiten, der so nah wie möglich an die Weine herankommt, wie sie die alten Römer und Griechen hergestellt haben. Als wir damit anfingen war das eine Neuheit, heute ist die Methode anerkannt und es scheint auch einen Markt für diese Art Wein zu geben.

Ich habe schon immer an lange Mazerationszeiten geglaubt, auch bevor ich dieses Projekt in Angriff genommen habe. Die Mazeration verleiht den Weinen Komplexität und ein anderes “Gefühl” als es bei den frischen, fruchtigen und floralen Weinen der Fall ist. Sie haben Eleganz und Länge; der Nachhall ist außergewöhnlich und  langanhaltend.

Noch eine Frage zu Ihrer Kundschaft: Produzieren Sie hauptsächlich für den kroatischen Markt oder spielt auch der Export für Kabolas Weine eine große Rolle? Wenn ja, produzieren Sie verschiedene Weine für verschiedene Märkte?

MM: Die Marke Kabola ist in unserem Heimatmarkt und auch in den angrenzenden Ländern gut bekannt. Anspruchsvollere und informierte Kunden kaufen die Weine gerne im Handel und auch in Restaurants und Hotels sind sie zu finden. Am Export und der Positionierung in anderen Märkten arbeiten wir hingegen noch. Wir sind mit 25 Prozent unserer Produktion in 15 Ländern präsent und die Exportmenge wächst weiter. Wir glauben, dass unsere Weine mit ihrer top Qualität, unsere Philosophie und Terroir-Ausprägung jeden Weinliebhaber erreichen können, egal in welchem Land er oder sie lebt.

Ihre Weine sind bio-zertifiziert. Sehen Sie in Kroatien einen Trend zum Öko-Weinbau?

MM: Vergleicht man Kroatien mit den Ländern, in die wir exportieren, liegt noch ein langer Weg vor uns. Ökologische Produktion ist hier immer noch eine Nische. Die Konsumenten kaufen einen Wein noch nicht, weil er ein Öko-Zertifikat trägt; sie wählen nach Marke oder Preis. Deshalb müssen wir unsere Kunden informieren, wir müssen ihnen zeigen, was sie bekommen, wenn sie Biowein kaufen und, ebenso wichtig, was sie damit für die Umwelt tun. Das sollte die Aufgabe kroatischer Bio-Produzenten sein.

Zum Abschluss: In Ihrem Sortiment gibt es einen Schaumwein – in Kroatien eher eine Seltenheit. Gibt es einen bestimmten Grund dafür, dass kroatischer Sekt bis heute fast ausschließlich in Istrien hergestellt wird?   

MM: Schaumweine liegen mir sehr am Herzen. Daher wollte ich beweisen, dass man in Istrien guten „Bubbly“ herstellen kann. Die Idee kam während eines Aufenthalts in der Champagne. Nachdem ich mich mit allen Produktionsdetails des Sektkelterns auseinandergesetzt hatte, stellte ich fest, dass wir bestimmte Kleinlagen haben, die sich für die Schaumweinproduktion eignen. Ein Jahr später versuchte, ich, das zu beweisen, indem ich einen ersten Sekt aus Malvazija herstellte. Ich war allerdings nicht sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Also beschloss ich im Folgejahr 10 Prozent Chardonnay und 10 Prozent Pinot hinzuzugeben.

Diesmal war das Resultat gut und unser „Natural Sparkling Wine Re“ war geboren. Einige Jahre nach dem ersten Jahrgang, erhielten wir den Silver Decanter für Re. Das haben wir als Bestätigung dafür verstanden, dass man in Istrien top Schaumweine produzieren kann, wenn man die richtigen Lagen dafür hat.

Vielen Dank für Ihre Zeit, Herr Markežić. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und sind gespannt auf die nächsten Kabola-Jahrgänge.

Wie die Winzer Sloweniens, Bulgariens, Montenegros und 17 weiterer, eher unentdeckter Weinländer der Welt, hat WINE System Kroatiens Erzeuger eingeladen, ihre Weine zum neuen PAR® Wine Award International anzumelden, der am 11. und 12. November 2016 Premiere feiert. Weitere Informationen zur Idee hinter der neuen Prämierung sowie zu den Teilnehmerländern und –Bedingungen findet Ihr unter www.par-wineaward.com.

 

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PAR: What’s exactly going on there?

How does PAR® assayer taste wines and what’s in it for us?

After checking through the worldwide wine selection for a while, the question about all this hype around medals, scores, stars and compliments from different establishments becomes inevitable.

What are the applied standards? How does the assessment process work? What and why is good or bad? And most important one: what’s in it for me? To unveil this, we ask you out to a behind- the- scenes- PAR®- excursion.

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PAR: Was genau machen die da eigentlich?

Wie PAR-Prüfer einen Wein verkosten und was jeder einzelne mit der Analyse anfangen kann….

Wer sich eine Zeit lang durch die Weinsortimente der Welt probiert hat, kommt irgendwann nicht mehr umhin sich zu fragen, was es eigentlich mit dem Hype um die ganzen Medaillen, Punkte, Sternchen und Empfehlungen unterschiedlichster Institutionen auf sich hat. Welche Maßstäbe werden angesetzt? Wie kommt es zu den Bewertungen? Wer sagt eigentlich, was gut und was schlecht ist  und das Wichtigste: Was bringt mir das alles?

Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, machen wir in dieser Ausgabe des WINE System Newsletters einen Ausflug hinter die Kulissen einer PAR®-Prämierung. Weiterlesen

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Der Weg zu den Wurzeln aller Weine – Internationales Wein-Projekt gekrönt mit ungebrochenem Interesse

D-Landau / Frasdorf. 15.07.2016. Ein Tag voller Geschichten über eine Reise nach Georgien, über das Land und dessen Gegebenheiten, über georgische Winzer und ihren Familien, ihre Arbeit und ihre Weine und dem abenteuerlichen Gast aus Deutschland, Martin Darting, der zu ihnen in die Dörfer kam, um zu fragen: “ Wie macht ihr das mit dem Wein?“

8000 Jahre Wein-Historie in Georgien. Und die UNESCO erhob das Qvevri – Verfahren, bei dem der Wein in Tonkrügen aufbewahrt wird und heranreift zum Weltkulturerbe. Individuelle Bouquets, die biochemischen Qualitäten und der Geschmack zeichnen die Weine aus. Georgische Winzer sprechen auch vom Nährwert und der Heilkraft der Weine.

„Weinausbau in Georgien ist bestimmt von urbanen Strukturen, er steuert soziale Netzwerke und sorgt für die bekannte Gastfreundschaft und dem Respekt.“ sagt Martin Darting. Und so trafen sich noch einmal alle, die das Projekt „Back to the roots“ unterstützt und begleitet haben.

Interessierte Besucher

Interessierte Besucher, auch aus Georgien

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„Back to the Roots“: Martin Darting präsentiert Qvevri- & Naturweine aus Georgien und Deutschland, am 13. und 14. Juli 2016 in Landau

Präsentation, Verkostung und entspanntes Get-together mit rund 15 Winzern…

Unter dem Motto „Back to the Roots“ veranstaltet Martin Darting am 13. und 14. Juli eine Präsentation georgischer und deutscher Amphoren- und Naturweine in den Räumen der Stephan Pellegrini GmbH in Landau. Sechs georgische Winzer werden anwesend sein, um ihre Qvevri-Erzeugnisse vorzustellen – eine einmalige Gelegenheit, denn die Weine sind in Deutschland derzeit noch nicht im Handel erhältlich. Auch aus der hiesigen Naturwein-Szene werden mehrere Erzeuger teilnehmen, ihre Weine zur Verkostung anbieten und den interessierten Besuchern Rede und Antwort stehen. Ein Vortrag zum Weinland Georgien sowie ein Foodpairing-Seminar runden das Programm am Abend des 13. Juli ab, der sich von 14 bis 18 Uhr an die Fachbesucher richtet. Genießer und Weinliebhaber haben am 14. Juli die Gelegenheit, in die Welt der Qvevri-, Orange- und Natur-Wein-Szene einzutauchen. Weiterlesen

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So werden Wein-Preise gemacht – Mit Natur, Zeit und Respekt

Internationaler bioweinpreis 2016


Karin und Roland Lenz sind belohnt worden für ihren hohen Anspruch, naturnahe Weine zu vinifizieren.

CH-Uesslingen/D-Frasdorf. Der internationale bioweinpreis 2016 kam per Post und gleichzeitig per E-Mail in Uesslingen an. Für Familie Lenz bebt die Überraschung immer noch im Alltag des Weinhandwerks nach, denn gewünscht hatte man es sich schon in dem kleinen Familienbetrieb, dass die eingereichten Weine prämiert werden. Doch, dass es wahr wird? Und gleich achtmal Gold?

Ganze acht Treffer, acht Weine, wurden von der unabhängigen PAR Jury unter Leitung von Martin Darting prämiert. Auf allen Etiketten steht Weingut Lenz.

Kein Irrtum. Kein Zufall. Hoch verdient, sagt die Geschäftsführerin der WINE System AG, Gisela Wüstinger, die ihr ganzes Leben Weinen widmet und an diesem Punkt angekommen sagt: “Mich fasziniert es immer wieder, wie die Winzer ihr Handwerk leben. Hut ab, Korken ziehen und anstossen. Herzlichen Glückwunsch in die Schweiz.“ Weiterlesen

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Der neue PAR Wine Award International oder…

Schatzsuche nach WINE System Art

Wann die Idee geboren wurde, einen Wettbewerb für die versteckten Weinschätze zu schaffen, die sich in Ländern wie Montenegro, Tschechien, Serbien oder dem Libanon verbergen, lässt sich heute kaum mehr sagen. Viel mehr ist sie langsam gereift – inspiriert durch diverse Aha-Erlebnisse beim internationalen bioweinpreis, den regen Austausch mit Weinschaffenden aus aller Welt und Martin Dartings jüngsten Georgienreisen.

Dass es ältere Weinbaunationen gibt, als die der „ Alten Welt“, war klar. Aber dass es derart schwierig ist, fundierte Informationen über deren Erzeugnisse zu finden, ganz zu schweigen von zuverlässigen Bezugsquellen…das hat uns keine Ruhe gelassen. Also haben wir uns irgendwann zusammengesetzt und über einen möglichen neuen Weinwettbewerb beratschlagt: Einen,  der sie alle zusammenbringt – die unentdeckten Weinländer, deren Geschichte zum Teil weit länger zurückreicht als die der Renommierten, wie Frankreich, Spanien oder auch Deutschland. Aus Verkostungen und Recherchen wussten wir, dass zum Beispiel in Georgien vielerorts noch genauso gearbeitet wird, wie vor hunderten von Jahren. Man stellt Wein für den Eigenbedarf her, nach überliefertem „Rezept“ – nicht so, wie es auf einer Schule oder Universität gelehrt wird, sondern so, wie es die Familie schon seit Generationen tut.    Weiterlesen

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Mönchisches Know-How im Libanon

Ein Gespräch über Neuanfänge, (Bio-)Pionierarbeit und das Neue im Alten….

Ein regelmäßiger Teilnehmer unserer jährlichen Bioweinprämierung ist das 2003 gegründete Weingut Adyar im Libanon. Es ist ein Bio-Pionier des Landes und in mehrfacher Hinsicht ein Exot. Zum einen bekommt man bei uns ohnehin nicht allzu oft libanesischen Wein zu kosten und zum anderen handelt es sich bei Adyar um eine Kooperative aus insgesamt acht klösterlichen Weingütern des im Jahr 1695 gegründeten Maronitischen Ordens, die sich dem Erhalt der uralten Weinbautradition (belegt bis ins 3. Jahrtausend v. Chr.) und dem Schutz des ihnen überantworten Landes verschrieben haben.

Die Klöster, die sich nach Ende des Bürgerkriegs dazu entschlossen, ihre Kräfte zu einen und Wein nach alter Tradition herzustellen, befinden sich mehrheitlich in den Bergen des Libanon, mit Weingärten auf Höhen zwischen 400 und 1600 Metern. Die jeweiligen Mikroklimata und die mineralischen Böden bieten ideale Voraussetzungen für charakterstarke Weine, ein Umstand, den die Mönche gezielt verstärken: Sie reduzieren die Produktion auf einen Liter Wein pro Stock und auf 5000 Stöcke pro Hektar und erzielen so eine weitere Qualitätssteigerung.

Mehr als 20 Familien leben, neben den beteiligten Klöstern, von diesem Projekt. Die Einheimischen arbeiten in den Weinbergen und in den Weinkellern. Die Produktion erfolgt ökologisch und nach uralter Tradition.

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Monastic know-how from Lebanon

A talk about fresh start, pioneering and the New within the Old

Zur deutschen Version>>

Vineyard Adyar, established in 2003, participates in our annual international organic wine award on a regular base, belongs to the bio-pioneers of the country and one way and another, appears in an unusual way. In addition to the great rarity of Lebanese wine over here, Adyar is a cooperative of 8 monastic vineyards of the Lebanese Maronite Order, established in 1695 and dedicated to preservation of ancient winegrowing tradition and protection of the entrusted terroir. We wanted to learn more about this young and at the same time very old establisment, therefore we asked Mr Frederic Cacchia, Adyar’s winemaker, to give us an interview. Weiterlesen

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